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Anderswo – wenig haben, viel sein

Einen Tag nach der Abgabe seiner Bachelorarbeit fasst Anselm Pahnke den Entschluss Südafrika zu bereisen. Plötzlich getrennt von seinen zwei Weggefährten wagte er sich allein in die südafrikanische Kalahari-Wüste – auf dem Fahrrad. Tritt für Tritt  entwickelte sich ein atemberaubender Weg durch den afrikanischen Kontinent, stets hautnah an den Menschen und der Natur. Kein Wasser kaufen, aus eigener Kraft reisen, in der Natur zelten – diese Reise ist unberechenbar und herausfordernd.

Selbst nach schweren Krankheiten, Gefangenschaft und 3.000 Kilometern gegen den Wind durch die Sahara ist ihm klar: Afrika ist auch kraftvoll, farbenfroh und voller Leben. In ihm wächst eine tiefe Liebe zu diesem riesigen Kontinent, ein tiefes Vertrauen in seine Mitmenschen und sich selbst, sowie die Erkenntnis, dass er allein nicht einsam sein muss.

Er setzte seinen Weg, bei dem Spontanität und Neugierde seine engsten Begleiter waren, entlang der historischen Seidenstraße in Asien fort. Durch den Iran und Tadschikistan nach Tibet, über den Himalaya nach Myanmar, quer durch die südostasiatischen Inselstaaten bis nach drei Jahren und 40.000 KM in Sydney seine Reise endet – von dort fliegt er zurück in seine Heimatstadt Hamburg.